HAMMABORG: Historischer Schwertkampf
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RekonstruktionLanges Schwert

Der Krumphau

Der Krumphau ist der einzige der sogenannten fünf verborgenen Hiebe, bei denen der Ort den Gegner nicht unmittelbar bedroht. Er kann sowohl von rechts als auch von links geschlagen werden. Die Ausgangshut ist vom Tag oder die Schrankhut, auf der linken nur die Schrankhut. Die Endposition entspricht jeweils der Schrankhut.

Das Ziel des Krumphaus variiert mit der Distanz zum Gegner, die Hiebbewegung bleibt in jedem Fall absolut identisch: Bei einer engen Distanz trifft das eigene Schwert den Gegner am Kopf oder Oberkörper, bei einer mittleren Distanz an den Händen, und bei weiter Distanz trifft es die gegnerische Schwertklinge. In jedem Fall sollte man eine unmittelbare Folgetechnik anwenden, sei es ein Stich oder (bei einem Krumphau von rechts) ein Hieb mit der kurzen Schneide - wiederum je nach Distanz.

Der Krumphau ist eines der vier Versetzen und bricht die Hut Ochs. Da die Huten keine statischen Positionen sind, wartet man tunlichst nicht erst darauf, daß der Gegner die Endposition der Hut erreicht hat, in der er stark ist, sondern attackiert vorher.

Der Krumphau ist eine Technik gegen Unterhaue oder Oberhaue, die sehr horizontal ausgeführt werden.

Zur Verdeutlichung werden die Techniken von beiden Seiten gezeigt.

Der Krumphau

Dunkel beginnt seinen Angriff, einen Unterhau von der rechten Seite.

Dunkels Hieb ist unterwegs, Grün startet seinen Konter, den Krumphau, indem er weit nach rechts aus der Linie geht. Die Distanz ist zu weit für einen direkten Treffer.

Deshalb trifft Grüns Schwert mit der Schneide auf Dunkels Fläche und bringt es aus der Bahn.

Grün muß sofort weiterarbeiten und stößt Dunkel in den Hals.

Alternativ kann Grün mit der kurzen Schneide zu Dunkels Kopf schlagen. Es wäre ebenfalls denkbar, mit der langen Schneide zu schlagen, schneller (und somit effizienter) ist aber der unmittelbar folgende Hieb mit der kurzen.