HAMMABORG: Historischer Schwertkampf
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RekonstruktionLanges Schwert

Der Scheitelhau

Beim Scheitelhau ist exaktes Timing und akkurates Distanzgefühl von allergrößer Wichtigkeit. Der Treffer wird dadurch erzielt, daß man den eigenen Körper aus der Gefahrenzone bringt und den Ort soweit von sich fort bringt, wie es irgend geht.

Der Scheitelhau ist eines der vier Versetzen und bricht die Hut Alber. Die Huten sind allerdings keine statischen Positionen, und dies kann anhand des Scheitelhaus gut verdeutlicht werden: Trainiert man den Scheitelhau aus statischen Positionen heraus (A und B stehen sich in den Huten Alber bzw. vom Tag gegenüber), gelingt es dem Kämpfer in der Hut Alber durch Hochreißen des Schwertes häufig, die Arme dessen zu treffen, der den Scheitelhau schlägt. Man wartet im Kampf naturlich nicht erst darauf, bis der Gegner sich in der Hut befindet, sondern attackiert vorher. Deshalb erfolgt unsere Interpretation aus der Bewegung heraus.

Zur Verdeutlichung wird die Technik von beiden Seiten gezeigt.

Der Scheitelhau

Hell greift mit einem Oberhau von der rechten Seite an.

Grün nimmt das vorne stehende linke Bein zurück und richtet sich auf. Hierdurch entzieht er dem Gegner nicht nur die potentielle Trefferfläche sondern erhöht überdies seine Reichweite. Der Hieb wird bereits begonnen.

Hells Hieb geht ins Leere, Grüns Ort hingegen erreicht den Kopf von Hell.

Die Hände müssen sehr hoch genommen werden, um bei einen eventuell folgenden Rückhand-Hieb Hells außerhalb der Reichweite zu sein.

Eine Detailaufnahme: Das Schwert kann und darf nur sehr locker gehalten werden. Die Energie des Hiebs kommt aus der stark beschleunigten Schwertspitze; der Hieb ist also nicht so kraftvoll wie andere, bei denen der ganze Körper den Hieb mit seinem Gewicht unterstützt.