Der Zornhau
Der Zornhau ist ein diagonal von der rechten Seite geführter
Oberhau. Elementar ist, daß der Hieb in einer pflugähnlichen
Haltung, bei der der Ort zum
Gegner zeigt und ihn bedrohen
kann, auf der linken Seite endet.
Das heißt, daß der Hieb keinesfalls
durchgezogen werden darf. Weiterhin
ist darauf zu achten, daß der Hieb nicht horizontal
zum Gegner geführt wird, sondern daß er von oben auf die
Fläche des gegnerischen Schwerts niedergeht. Dies heißt
aber keinesfalls, daß das Schwert das Ziel ist: Wenn die Distanz
weit ist, trifft man das Schwert
des Gegners, bringt es aus der
Kontrolle und sich selbst in
die Gelegenheit, Folgetechniken
anzuwenden. Ist die Distanz enger,
wird die identische Hiebbewegung
ausgeführt,
mit der der Kopf des Gegners
erreicht wird.
Der Zornhau ist eine Technik gegen Oberhaue, die in etwa in einem Winkel von 45° ausgeführt werden.
Zur Verdeutlichung werden die Techniken von beiden Seiten gezeigt.
Der Zornhau
|
 |
 |
 |
Hell ist der Angreifer und startet mit einem Oberhau von der rechten Seite.
|
|
 |
Hells Hieb ist unterwegs, Dunkel startet seinen Konter, den Zornhau.
|
 |
 |
Dunkel hat den Zornhau vollbracht: Der Ort des Gegners zeigt an seiner linken Seite vorbei und stellt keine Bedrohung mehr dar; der eigene Ort hingegen bedroht direkt das Gesicht von Hell.
|
 |
|
Eine Detailaufnahme: Das Schwert von Dunkel hat mit der langen Schneide die Fläche von Hells Schwert getroffen und so wirkungsvoll aus der Bahn gebracht. Dunkel braucht nun nur noch die Arme zu strecken, um Hell auszuschalten.
|
Winden
|
 |
 |
 |
Hat Hell aber so kraftvoll geschlagen, daß es Dunkel nicht gelungen ist, seinen Ort auf Hells Gesicht auszurichten oder daß sogar Hells Ort das Gesicht von Dunkel bedroht, muß Dunkel dies sofort spüren. Dies ist das Fühlen am Schwert, und Dunkel muß sofort (»indes« wie es in den Handschriften heißt) eine Folgetechnik anwenden, um nicht zu unterliegen.
|
 |
 |
Dunkel windet sein Schwert an der gegnerischen Klinge entlang: Er bringt so die eigene Stärke an die Schwäche von Hells Schwert und kann es so mühelos kontrollieren. Hierbei müssen die Hände vorkommen und dürfen keinesfalls zurückgezogen werden. Diese Position entspricht der Hut Ochs.
|
 |
|
Im Detail das Gehilz von Dunkels Schwert an der Schwäche der Klinge von Hell.
|
Oben abnehmen
|
 |
 |
 |
Hat Hell andererseits noch kräftiger geschlagen, daß sein Ort an Dunkels rechter Seite vorbeizeigt, muß Dunkel sofort (indes) reagieren, da ansonsten Hell seine überlegene Position ausnutzen kann.
|
 |
 |
Durch die Energie, die Hell in seinen Hieb gelegt hat, kann er nicht so rechtzeitig abstoppen, um auf Dunkels Konter zu reagieren: Dunkel nutzt den Impuls, zieht sein Schwert an Hells Schwertklinge nach oben (wichtig: gerade so weit, daß der Ort umrundet wird) ...
|
 |
 |
... und schlägt auf der anderen Seite der gegnerischen Klinge zum Kopf.
|
Durchwechseln
|
 |
 |
 |
Hell hat abermals geschlagen, diesmal aber noch stärker, so daß Dunkels Ort nach unten gedrückt wird. Dunkel nutzt diese vorgegebene Bewegungsrichtung aus und folgt ihr weiterhin.
|
 |
 |
Hells Schwert stellt aufgrund des an Dunkel vorbeizeigenden Ortes keine unmittelbare Bedrohung dar. Dunkel führt seine Klinge unter den Händen des Gegners entlang und trifft mit einem Stich in den Unterleib.
|
|
|