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Um tatsächliche historische Kampfkünste wieder zum Leben
zu erwecken, sind zwei Dinge unverzichtbar:
Zum einen müssen die erhaltenen Handschriften vergangener Jahrhunderte gesichtet
und verstanden werden. Hierbei ist eine Transkription hilfreich, da die alten
Manuskripte oftmals über Abkürzungen oder Buchstabenverbindungen verfügen,
die heutzutage nur schwer zu entschlüsseln sind. Da weiterhin manche Wörter
im Laufe der Jahrhunderte ihre Bedeutung gewandelt haben, ist auch eine Übersetzung
von Nutzen.
Zum anderen müssen diese theoretisch entschlüsselten und erarbeiteten
Texte in die Tat umgesetzt werden. Eine profunde Kenntnis von allgemein gültigen
Kampfkunstprinzipien ist hierbei elementar.
Bei der praktischen Recherche hat bei uns stets die Handschrift das letzte Wort:
Wenn eine Technik nicht oder nur unvollkommen funktioniert, hat man vermutlich
einen Fehler gemacht oder ein Detail übersehen. Zum Teil ermöglicht
auch erst das wiederholte Durcharbeiten kompletter Themenblöcke eine tiefergehende
Einsicht. Dies heißt aber auch, daß wir zwar alle Interpretationen
nach bestem Wissen und Gewissen durchführen und hier vorstellen, es aber
jederzeit geschehen kann, daß aufgrund neu gewonnener Kenntnisse ganze
Abteilungen über Bord geworfen und erneuert werden müssen.
Die Rekonstruktion historischer Kampfkünste ist eine Aufgabe, die ihre Erkenntnisse
stets wieder in Frage stellt. Unsere Bemühungen gehen dahin, uns soviel
Wissen wie möglich anzueignen und auf diese Weise nach und nach einen Fehler
nach dem anderen auszuschließen. Hierbei ist auch der Dialog mit anderen
Gruppen, die sich dem Studium alter Kampfkünste widmen, von allergrößtem
Wert.
Hammaborg hat sich zwei Hauptaufgaben verschrieben: Das eine ist
der Kampf mit dem einhändigen Schwert und dem Schild, das andere
sind die Techniken mit dem langen
Schwert in der Tradition Johannes
Liechtenauers nach Schriften
aus dem 15. Jahrhundert. Eine
Transkription und Übersetzung
unserer Hauptquelle (das sogenannte
Peter-von-Danzig-Manuskript)
findet sich im Transkriptionsbereich.
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